Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt bei der Einführung der automatisierten Mobilität eine entscheidende Rolle, denn nur wenn die Menschen einer Technologie vertrauen, werden sie diese akzeptieren und nutzen. Nur wenn die Gesellschaft die vielen Vorteile und Sicherheitsaspekte der automatisierten Mobilität versteht, kann dieses Vertrauen geschaffen werden.
Es ist wichtig, dass sich die Menschen sicher fühlen und dass die Technologie zuverlässig ist, um ihre Bedenken hinsichtlich Kontrolle und Sicherheit zu zerstreuen. Eine positive gesellschaftliche Akzeptanz ist daher entscheidend, wenn wir die Vorteile der automatisierten Mobilität voll ausschöpfen wollen. Fahrerassistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen haben das Potenzial, die Verkehrssicherheit deutlich zu erhöhen, zumal menschliches Versagen für 90 Prozent aller Autounfälle verantwortlich ist. Dennoch haben die Menschen immer noch Bedenken gegenüber automatisierten Fahrzeugen. Laut einer Umfrage von CARiD aus dem Jahr 2018 sprachen sich zwei Drittel der Befragten für eine Gesetzgebung zur automatisierten Mobilität aus. Dies unterstreicht diese Bedenken.
Der Dialog ist entscheidend
Aus Sicht SAAMist es für den Aufbau von Vertrauen unerlässlich, in ständigem Dialog mit der Gesellschaft zu stehen und über die Fortschritte der Technologie sowie die Ergebnisse der Projekte zu berichten. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Industrie, Politik und Betreiber gemeinsame Strategien entwickeln, um mit den Bürgern über die Chancen und Risiken neuer Technologien zu kommunizieren. Ein wichtiger Aspekt dabei ist es, das Verständnis zu fördern, dass diese Technologien zwar nicht jede Möglichkeit eines Unfalls ausschließen, aber die Zahl der Unfälle erheblich reduzieren können. Darüber hinaus muss transparent gemacht werden, wie Informationen nach einem Unfall ausgetauscht und genutzt werden können, um künftige Unfälle zu verhindern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung der Gesellschaft über die Vorteile und positiven Auswirkungen neuer Mobilitätsformen, wie z. B. erhöhte Verkehrssicherheit, Nachhaltigkeit, Reaktionen auf den Fachkräftemangel, die Entwicklung ländlicher Gebiete und die Förderung von Inklusion und Teilhabe. Diese Vorteile müssen nicht nur kommuniziert, sondern auch greifbar gemacht werden. Dies gilt auch für Verkehrsteilnehmer, die keine automatisierten Fahrzeuge nutzen möchten: Auch sie würden von der erhöhten Sicherheit durch automatisierte Mobilität und Daten aus der Verkehrsinfrastruktur profitieren.
Warum ist die gesellschaftliche Akzeptanz so entscheidend?
Der Erfolg der automatisierten Mobilität hängt von drei Faktoren ab: Technologie, Regulierung und gesellschaftliche Akzeptanz. Der dritte Faktor wird oft unterschätzt, obwohl er das Zünglein an der Waage ist: Nur wenn Gesellschaft und Politik dem automatisierten Fahren im öffentlichen Raum positiv gegenüberstehen, werden wir in diesem Bereich echte Fortschritte erzielen können.
Herausforderung Kommunikation
Ein wichtiger Schwerpunkt der gesellschaftlichen Akzeptanz muss die öffentliche Kommunikation sein, um Vorurteile abzubauen und die Chancen der autonomen Mobilität verständlich zu vermitteln. Gleichzeitig ist es wichtig, eine einheitliche Terminologie zu finden. Neben der Zivilbevölkerung müssen auch staatliche Organisationen wie Feuerwehr und Polizei in die Diskussion über automatisiertes Fahren einbezogen werden, da sie ein allgemeines Interesse an der Sicherheit und dem Wohlergehen der Öffentlichkeit haben. Zwar gibt es verschiedene Studien zur gesellschaftlichen Akzeptanz automatisierter Mobilität, diese sind jedoch nicht miteinander vergleichbar und daher wenig aussagekräftig. Ein wichtiges Ziel von SAAM daher auch, Studien zur gesellschaftlichen Akzeptanz zu fördern, die eine einfache, standardisierte Methodik verwenden und daher kostengünstig und leicht zu replizieren sind.
Dieser Artikel stammt aus unserem SAAM .
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